Schlag gegen internationalen Drogenhandel
Bild©Zollfahndungsamt Essen
Am 10. April 2026 nahmen Einsatzkräfte der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) aus Essen, bestehend aus Beamten des Zollfahndungsamts Essen und des Polizeipräsidiums Essen, unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg drei Tatverdächtige wegen des mutmaßlichen Schmuggels von Kokain aus Belgien fest. Im Rahmen der Aktion wurden zwei Objekte durchsucht und 17 Kilogramm Kokain sichergestellt.
Die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Essen ermittelt seit 2025 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Duisburg gegen eine Gruppe Verdächtiger aus dem Ruhrgebiet. Diese steht im Verdacht, größere Mengen Kokain nach Deutschland einzuschmuggeln und damit illegalen Handel zu betreiben.
Den Ausgangspunkt der Ermittlungen bildete die Beschlagnahmung von rund 18,5 Kilogramm Kokain bei einer Kontrolle des Postverkehrs durch das Hauptzollamt Köln im April 2025.
Im Verlauf der Ermittlungen konnte eine Tätergruppe identifiziert werden, die Kokain aus den Niederlanden und Belgien in speziell umgebauten Fahrzeugen nach Deutschland schmuggelte. Das Rauschgift wurde in Deutschland umverpackt und anschließend unter falschen Absenderdaten nach Australien verschickt.
Am 10. April 2026 schlugen die Fahnder plötzlich zu, nachdem es mutmaßlich am Vortag zu einer weiteren Schmuggelaktion gekommen war. In Duisburg wurde der 42-jährige albanische Hauptverdächtige festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung und Garage fanden die Beamten in einem präparierten Fahrzeug etwa 17 Kilogramm Kokain, das sie sicherstellten.
In Oberhausen wurden ein 34-jähriger albanischer Staatsangehöriger und eine 35-jährige polnische Staatsbürgerin festgenommen, die mutmaßlich für das Umverpacken und den Versand des Kokains nach Australien verantwortlich waren. Auch hier konnten weitere Beweismittel sichergestellt werden.
Das Amtsgericht Duisburg ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen die drei Beschuldigten an.
Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Kokainmenge von rund 17 Kilogramm wird auf über 1,2 Millionen Euro geschätzt.
Die Ermittlungen der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Essen unter Federführung der Staatsanwaltschaft Duisburg dauern weiterhin an.