Hagenerin möchte einen Ausflug machen und wird durch Freund bedroht
In Wehringhausen wurde am Donnerstag, dem 16. April, eine Frau Opfer häuslicher Gewalt durch ihren Freund. Nach ihren Angaben hatte die Hagenerin am späten Nachmittag geplant, mit einer Freundin einen Ausflug zu unternehmen. Sie informierte den 20-Jährigen per Nachricht über ihre Absicht, woraufhin dieser wütend wurde und zusammen mit einem Freund am Treffpunkt der Frauen erschien. Die beiden Männer folgten den Frauen, die mit dem Auto unterwegs waren, und behinderten an einer Kreuzung deren Weiterfahrt, indem sie ihr Fahrzeug blockierten.
Laut den Aussagen der Frauen versuchte der 20-Jährige dabei, die Türen ihres Wagens zu öffnen. Als er bemerkte, dass die Hagenerin die Polizei alarmierte, kehrte er zunächst zu seinem Auto zurück, kam jedoch kurz darauf mit einem Klappmesser in der Hand zurück. Damit schlug er auf eine Fensterscheibe des Autos und zeigte anschließend das Messer im eingeklappten Zustand, während er drohte: „Du wirst schon sehen.“ Den Frauen gelang es schließlich, erneut zu flüchten.
Bereits in der Vergangenheit hatte der 20-Jährige die Hagenerin wiederholt aufgrund von Belanglosigkeiten bedroht und auch angekündigt, sie zu verletzen oder sogar umzubringen. Mehrfach soll es zu körperlichen Übergriffen gekommen sein, bei denen die Frau geschlagen und geschubst wurde. Zudem beschädigte er ihr Mobiltelefon. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen ausfindig machen. Er erklärte gegenüber den Beamten, dass er sich Sorgen um sie gemacht habe und sie deshalb gesucht und verfolgt habe. Die Polizisten verhängten ein 14-tägiges Rückkehrverbot für die Wohnung der Frau und warnten ihn vor einem Zwangsgeld bei Zuwiderhandlung. Darüber hinaus wurde eine Strafanzeige gegen ihn erstattet.