20-Jähriger flieht vor Polizei mit 3000 Litern entwendetem Kraftstoff
Am Morgen des 7. Mai stahl ein 20-jähriger Mann über 3000 Liter Diesel an einer Selbstbedienungstankstelle auf der Pferdebahnstraße. Im Anschluss flüchtete er mit einem Transporter vor der alarmierten Polizei bis nach Bochum, wo er schließlich gestoppt und vorläufig festgenommen wurde. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise von Zeugen.
Ein aufmerksamer Passant bemerkte gegen 5 Uhr, wie ein Mann an besagter Tankstelle große Mengen Kraftstoff in unbeschriftete Behälter im Laderaum eines Mercedes Sprinter abfüllte. Nachdem das Fahrzeug die Tankstelle verlassen hatte, verfolgte der Zeuge den Transporter und informierte die Polizei fortlaufend über den aktuellen Standort. Auf der A40, in Höhe der Anschlussstelle Essen-Kray, entdeckten Essener Polizeikräfte das Fahrzeug, das sich in Richtung Dortmund bewegte, und signalisierten dem Fahrer, anzuhalten.
Der Fahrer reagierte jedoch, indem er stark beschleunigte und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und gefährlichem Fahrverhalten flüchtete er auf der A40 bis zur Ausfahrt Bochum-Harpen. Innerstädtisch setzte er seine Flucht genauso rücksichtslos fort, teilweise sogar im Gegenverkehr. Auf der Harpener Straße gelang es schließlich, das Fahrzeug zu stoppen und den Fahrer festzunehmen. Glücklicherweise kamen Unbeteiligte bei diesem Vorfall nicht zu Schaden.
Der Tatverdächtige, ein 20-jähriger Albaner ohne festen Wohnsitz in Deutschland, hatte drei 1000-Liter-IBC-Container mit gestohlenem Diesel im Transporter verstaut. Der Kraftstoff war zudem nur unzureichend gesichert. Die Polizei pumpte diesen ab und beschlagnahmte das Fahrzeug, auf dem außerdem gefälschte rumänische Kennzeichen angebracht waren.
Die Betreiber der Tankstelle teilten mit, dass in der Nacht insgesamt etwa 10.000 Liter Kraftstoff gestohlen worden sein könnten. Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein möglicher Komplize beteiligt war, der ebenfalls einen Mercedes Sprinter fuhr. Wie die Täter die Zapfanlage manipuliert haben – diese ist normalerweise nur mit speziellen Flottenkarten oder vergleichbaren Systemen nutzbar – ist derzeit noch ungeklärt.
Aufgrund dessen sucht die Polizei Essen nach Zeugen, die an der SB-Tankstelle an der Pferdebahnstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Angaben zu den weiteren möglichen Tätern machen können. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0201/829-0
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