Ausgelegter Giftköder
Symbolbild:
Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Lippetal-Lippborg ein möglicher Fund von Giftködern gemeldet, der zu einem Hundetod führte.
Eine Anwohnerin berichtete, dass sie am Morgen des 30. August mit ihrem Hund spazieren ging. Auf dem Weg entlang des Friedhofs zwischen Kirchweg und der Straße „Feldmühle“ entdeckte sie Hundeleckerlis neben einem Mülleimer mit Kotbeutelspender. Da sie zuvor über WhatsApp von gefundenen Giftködern erfahren hatte, sammelte sie die Leckerlis ein und übergab sie der Polizei. Ihr Hund hatte keine der Leckerlis gefressen.
In zwei weiteren Fällen wird vermutet, dass Hunde Giftköder aufgenommen haben könnten. Eine andere Anwohnerin gab an, dass ihr Hund am 14. August zwischen 17 und 18 Uhr in der Nähe des Kindergartens bei den Glas- und Altkleidercontainern etwas im Gebüsch fand und fraß. Kurz darauf musste sich der Hund übergeben und litt in den folgenden Tagen unter Erbrechen und Durchfall, erholte sich jedoch wieder.
Für einen weiteren Hund nahm die Situation ein tragisches Ende: Sein Halter ging am 13. August zwischen 10 und 10:30 Uhr mit ihm spazieren, ebenfalls entlang des Friedhofs. Bereits einen Tag später zeigten sich Symptome wie Durchfall und ständiges Erbrechen, und am 17. August verstarb der Hund.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz aufgenommen. Zeugen, die zwischen Mitte und Ende August verdächtige Vorkommnisse im Bereich des Friedhofs in Lippborg beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02921/91000 bei der Polizeiwache in Soest zu melden oder die nächste Polizeidienststelle aufzusuchen. Auch Hundehalter, deren Tiere im genannten Zeitraum ähnliche Symptome zeigten, sollten sich bei der Polizei melden.