Ist unsere Regierung selbst einer der größten Umweltsünder?
Symbolbild
Wer sind eigentlich die größten Umweltsünder?
Deutschland wirkt oft wie eine einzige Großbaustelle. An nahezu jeder freien Ecke wird gegraben, Straßen werden mehrfach im Jahr aufgerissen, und oftmals passiert tagelang oder wochenlang nichts. Ein Beispiel dafür ist Dortmund: Die Schüruferstraße wird entweder teilweise oder komplett gesperrt, und auch die Sölderstraße bietet ein Paradebeispiel dafür, wie es besser nicht laufen sollte. Dort befindet sich seit drei Monaten eine Baustelle mit Ampelanlage, auf der in diesem Zeitraum gerade einmal fünf Tage gearbeitet wurde. Häufig werden auch ungeeignete Teerdecken verwendet, sodass die Straße erneut aufgebrochen werden muss, um eine passende Schicht aufzutragen. Es stellt sich die Frage, wer solche Entscheidungen absegnet.
Straßen werden zudem komplett gesperrt, damit die Baufirma an dieser Stelle ihr mobiles Toilettenhäuschen mit einer Fläche von einem halben Quadratmeter aufstellen kann. Außerdem können die Anwohner ihre Fenster zum Lüften nicht öffnen, da die Abgase der wartenden Autos an der Baustellenampel die Luftqualität stark beeinträchtigen.
Solche Szenarien sind jedoch keine Einzelfälle – sie ziehen sich durch das ganze Land. Autofahrer sind gezwungen, große Umwege in Kauf zu nehmen oder minutenlang an Baustellenampeln zu warten. Das führt unweigerlich zu einer erheblichen Belastung unserer Umwelt durch erhöhte Emissionen. In solchen Fällen kann man tatsächlich fragen, ob hier nicht die Regierung selbst einer der größten Umweltsünder ist.
Baustellen in Deutschland sind nicht nur aufgrund schlechter Planung klimaschädlich, sondern auch gesundheitsschädlich und werden von staatlicher Seite toleriert. Deutschland scheint in Sachen Baustellenmanagement oft wie ein Rückschritt in die Steinzeit zu wirken.