Dortmund: Vermisste Jugendliche leistet Widerstand
Am 8. August eskalierte die Ingewahrsamnahme einer vermissten 14-Jährigen am Hauptbahnhof Dortmund. Als die Jugendliche von den Bundespolizisten aufgefunden wurde, wehrte sie sich gewaltsam gegen die Rückführung in ihre Wohngruppe.
Die Polizeikräfte der Bundespolizei trafen gegen 08:00 Uhr im Hauptbahnhof Dortmund auf die als vermisst gemeldete Minderjährige. Da sie zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben war, sollte sie in ihre Betreuungsstelle zurückgebracht werden. Während des Einsatzes reagierte sie zunehmend aggressiv und weigerte sich, mitzufahren. Trotz mehrmaliger Androhung von Zwangsmaßnahmen folgte das Mädchen den Anweisungen der Beamten nicht. Stattdessen ging sie unerwartet mit Tritten und Schlägen gegen die Polizisten vor und traf einen Beamten am linken Schienbein. Die Beamten fixierten ihre Arme, um sie zum Dienstfahrzeug zu bringen. Vor dem Fahrzeug steigerte sich ihr aggressives Verhalten weiter: Sie trat erneut nach einem Beamten, stemmte sich gegen das Auto und hielt sich fest, um das Einsteigen mit großer Kraftanstrengung zu verhindern. Letztlich musste sie mit erheblichem Körpereinsatz ins Fahrzeug getragen werden. Auch im Auto setzte sie ihre Attacken fort, indem sie zwei weitere Beamte trat und mehrfach gegen die Fahrzeugtür trat. Zudem beleidigte sie die Einsatzkräfte wiederholt. Nachdem alle polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, konnte das Mädchen schließlich wohlbehalten ihrer Wohngruppe übergeben werden. Alle beteiligten Bundespolizisten blieben dienstfähig. Die Bundespolizei leitete eine Ermittlung wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand, Körperverletzung und Beleidigung ein.