Waldbrandeinsatz in Spanien
Bild: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn
Am Donnerstagmorgen, dem 30. Juli, machen sich spezialisierte Waldbrandteams aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen auf den Weg nach Spanien, um dort die örtlichen Kräfte bei der Bekämpfung von Waldbränden zu unterstützen. Begleitet wird das Modul von weiteren Feuerwehrleuten aus Niedersachsen, Experten der Organisation @fire und einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Einsatz erfolgt auf Bitten der spanischen Behörden im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Deutschland schickt hierzu das von Nordrhein-Westfalen gemeldete Waldbrandmodul.
Nachdem die Anforderung am Mittwochabend eingetroffen war, starteten sofort die Planungen für diese herausfordernde und außergewöhnliche Mission. Der Konvoi besteht aus 56 Personen, 21 Fahrzeugen und 3 Anhängern und setzt sich aus haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrkräften sowie Helfern der Johanniter-Unfall-Hilfe und Fachberatern der auf Naturkatastrophen spezialisierten Organisation @fire zusammen. Dies ist der fünfte Einsatz des Moduls, das seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldet ist. Im August 2021 leistete die Einheit bereits Unterstützung in Griechenland, und 2022 half sie bei Waldbränden nahe Bordeaux. Im Mai 2023 erfolgte nach einer erfolgreichen Übung in Portugal die offizielle Zertifizierung des Moduls durch die EU. Danach unterstützte das Modul 2025 in Spanien und war bereits in den Niederlanden aktiv.
Die Ankunft des Teams in Nordwestspanien, in der Provinz Zamora, wird für Samstag erwartet. Klare Informationen über den genauen Einsatzauftrag werden voraussichtlich erst nach ihrer Ankunft zur Verfügung stehen.
Das europäische Katastrophenschutzverfahren sieht für solche Großbrände spezialisierte Waldbrandmodule vor, die innerhalb der EU schnell und effizient angefordert werden können. Ein solches Modul besteht aus mehreren geländefähigen Löschfahrzeugen sowie einer Führungs- und Versorgungseinheit. Nach Absprache mit dem Innenministerium von NRW und der Bezirksregierung Köln, die als Aufsichtsbehörden fungierten, wurde das Waldbrandmodul 2019 ins Leben gerufen. Als Pilotprojekt nutzt die Einheit Erfahrungen aus anderen EU-Ländern und wendet diese auf deutsche Feuerwehren an.