Wird Bahnfahren in Deutschland zum Überlebenskampf?
Am Samstag, dem 11. April, ereignete sich gegen 12:15 Uhr ein Vorfall der Körperverletzung im ICE 200 auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Köln, wobei eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn zu Schaden kam.
Ein 22-jähriger somalischer Staatsbürger stellte nach eigenen Angaben fest, dass er sich in einem falschen Zug befand. Als er seinen Irrtum bemerkte und eine Begleitperson am Bahnsteig entdeckte, versuchte er, den Zug zu verlassen, indem er mehrmals den Türöffner betätigte.
Eine 31-jährige Zugbegleiterin informierte den Mann darüber, dass der Zug bereits zur Abfahrt bereit war und ein erneutes Öffnen der Türen nicht mehr möglich sei. Als der Zug daraufhin abfuhr, schlug der Mann wiederholt gegen die verschlossene Tür. Als die Mitarbeiterin versuchte, ihn von diesem Verhalten abzuhalten, schlug er ihre Hand zur Seite, wodurch sie leicht verletzt wurde.
Passagiere sowie zwei zufällig im Zug anwesende Polizisten griffen ein und trennten die Beteiligten, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Nach der Ankunft des Zuges am Bahnhof Köln Messe/Deutz wurde der Fall von einer Streife der Bundespolizei übernommen.
Gegen den 22-jährigen Mann wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.