Bombenanschlag in Bonn
Wo sich zuvor die Haustür, Briefkästen und Klingeln befanden, ist jetzt nur ein großes Loch und ein Trümmerfeld übrig. In einem Reihenhaus der Bonner Weststadt wurde am frühen Morgen von Unbekannten ein Sprengsatz gezündet. Trümmerstücke flogen meterweit auf den Gehweg.
Um 4.09 Uhr durchbrach ein gewaltiger Knall die Stille. Eine Anwohnerin sagte: „Ich lag im Bett, als mich ein lauter Knall weckte. Als ich die Rollläden öffnete, sah ich Rauch und Trümmer vor der Tür. Kurz darauf war die Polizei schon vor Ort.“ Die Bewohner hatten Glück: Laut Feuerwehr wurde niemand verletzt.
Die Explosion hat die Eingangstür des Hauses in der Brucknerstraße gänzlich herausgesprengt.
War es möglicherweise ein gezielter Anschlag als Warnung für jemanden im Haus? „Wir ermitteln in alle Richtungen wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion“, erklärte eine Polizeisprecherin. Bisher gibt es keine Hinweise auf die Täter. Sie zündeten den Sprengsatz und verschwanden blitzschnell.
Solche Vorfälle sind in Nordrhein-Westfalen kein Einzelfall. Besonders im Zusammenhang mit dem Kölner Drogenkrieg kam es zuletzt immer wieder zu Bombenanschlägen. Oft handelt es sich bei offenen Rechnungen und Racheakten um dieselbe brutale Warnung.