NRW: Alkoholisierter Mann zieht Frau an den Haaren
Am 6. März, gegen 22:15 Uhr, kam es am Hauptbahnhof Gelsenkirchen zu einem Vorfall, der die Einsatzkräfte der Bundespolizei auf den Plan rief. Im Bereich der U-Bahn-Station eskalierte ein Konflikt zwischen zwei Personen. Was war passiert?
Eine 26-jährige deutsche Staatsbürgerin hatte sich in die Tür einer abfahrbereiten U-Bahn gestellt, um ihrer Begleitperson den Einstieg zu ermöglichen. Das schien allerdings einem 53-jährigen Mann gar nicht zu gefallen. Offenbar in Eile, griff er laut ersten Berichten spontan ein und zog die Frau an den Haaren in die Bahn – allem Anschein nach in der Absicht, den pünktlichen Fahrplan der U-Bahn zu sichern.
Die alarmierte Bundespolizei rückte an und nahm vor Ort die Personalien aller Beteiligten auf. Der Beschuldigte, ein Schweizer Staatsbürger, machte nach einer Belehrung keine weiteren Angaben zu den Geschehnissen. Er entschuldigte sich jedoch bei der Frau im Beisein der Beamten. Ein Atemalkoholtest brachte dann weitere Details ans Licht: Der Mann wies einen Alkoholwert von 1,5 Promille auf.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte die 26-Jährige, eine Frau aus Dorsten, die Dienststelle zeitversetzt zum Beschuldigten verlassen. Den Vorfall werden die Behörden nicht einfach so stehen lassen: Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung ein und sicherten zudem das Videomaterial der Überwachungskameras als Beweismittel.
Ein Vorfall, der zeigt, wie schnell alltägliche Situationen eskalieren können – und wie wichtig es ist, besonnen zu bleiben, auch wenn Geduld auf die Probe gestellt wird.