Goch: 70-jährige Frau kämpft nach Rauchgasvergiftung ums Überleben
Bild©Freiwillige Feuerwehr Goch
Gestern Abend um 21.20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Goch zu einem Gebäudebrand in der Innenstadt alarmiert. Flammen schlugen meterhoch aus dem Treppenhaus eines Mehrfamilien-Doppelhauses, das Feuer griff auf den Dachstuhl und den Nachbargebäudeteil über. Eine Person wurde zunächst vermisst.
Stadtbrandinspektor Stefan Bömler setzte mehrere Atemschutztrupps ein, doch das Innere des Gebäudes war aufgrund der Intensität des Brandes nicht mehr zugänglich. Der Einsatz massiver Wasserstrahlen, auch über die Drehleiter, verhinderte eine weitere Ausbreitung. Nach 1,5 Stunden war das Feuer unter Kontrolle, unterstützt durch nachalarmierte Einheiten aus Pfalzdorf und Hassum. Insgesamt waren 60 Kräfte im Einsatz.
Keine Personen befanden sich letztlich im Gebäude. Die vermisste Person war in Sicherheit, eine 70-jährige Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Der rechte Gebäudeteil ist einsturzgefährdet, der linke unbewohnbar. Sieben Bewohner sind betroffen, eine Person wurde durch das Ordnungsamt untergebracht.
Die Feuerwehr dankt den Anliegern für die Bereitstellung von Garagen, wo sich Einsatzkräfte kurz erholen und Kleidung wechseln konnten. Der Einsatz dauerte knapp 3,5 Stunden. Die Brandursache bleibt unklar, die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt.