Massenkarambolage auf der BAB 42
Bild©Feuerwehr Essen
Am frühen Montagmorgen, dem 19. Januar, wurde die Feuerwehr Essen um 5:20 Uhr wegen eines schweren Verkehrsunfalls auf der Bundesautobahn 42 alarmiert. Zwischen dem Kreuz Essen-Nord und der Anschlussstelle Bottrop-Süd, in Fahrtrichtung Duisburg, ereignete sich auf der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal eine Massenkarambolage mit insgesamt 19 beteiligten Fahrzeugen. Über mehrere Fahrspuren erstreckte sich ein großes Trümmerfeld, in dem zahlreiche beschädigte Fahrzeuge ineinandergeschoben auf der Brücke standen.
Bereits bei der ersten Begutachtung wurde deutlich, dass sowohl die Vielzahl der involvierten Fahrzeuge als auch die hohe Zahl betroffener Personen eine zügige Erkundung der Einsatzstelle erforderte. Insgesamt waren 25 Menschen betroffen, wobei vier Verletzungen erlitten, darunter eine Person schwer. Der Rettungsdienst brachte die Verletzten in umliegende Krankenhäuser.
Während der ersten Einschätzung der Situation wurde der Leitstelle ein weiterer Verkehrsunfall in unmittelbarer Nähe gemeldet. Dies machte eine Unterteilung der Einsatzstelle nötig: Der Hauptabschnitt befand sich auf der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal, während ein zweiter Abschnitt hinter der Brücke eingerichtet wurde. Um die zweite Einsatzstelle zu übernehmen, wurde die Feuerwehr Bottrop alarmiert. Sie fuhr von der Anschlussstelle Bottrop-Süd aus auf die Autobahn 42 in Fahrtrichtung Dortmund.
Die oberste Priorität bestand zunächst darin, die Beteiligten medizinisch zu versorgen und ihre Situation zu bewerten. Gleichzeitig sicherten die Einsatzkräfte die Unfallorte, stellten den Brandschutz sicher und nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf. Eine Person, die in ihrem Fahrzeug eingeschlossen war, konnte durch das Öffnen der Heckklappe befreit werden.
Da zahlreiche Betroffene zwar unverletzt, jedoch unterkühlt waren, wurde frühzeitig eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort wurden die Betroffenen gesammelt, registriert, medizinisch untersucht und betreut. Zur Unterstützung forderte man zusätzliche Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes an. Außerdem wurde ein Bus als geschützter Aufenthaltsraum bereitgestellt, um die Menschen aus dem Gefahrenbereich zu bringen, sie aufzuwärmen und eine geordnete Betreuung sowie Abwicklung der Situation zu ermöglichen.